Electric City Rüsselsheim


„Electric City Rüsselsheim“ steht für den Aufbau einer bedarfsgerechten, flächendeckenden und zukunftsfähigen Ladesäuleninfrastruktur, also die Installation von Stromtankstellen zum Aufladen von elektrisch betriebenen Fahrzeugen.

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©Opel Automobile GmbH

Hintergründe


Die Luftqualität ist in vielen deutschen Städten nicht optimal. Stickstoffdioxidwerte werden seit Jahren überschritten. Die Auswirkungen des Klimawandels sind spürbar, auch in Rüsselsheim am Main. Rüsselsheim ist eine von elf hessischen Städten, die Grenzwertüberschreitungen von Luftschadstoffen auf ihren Straßen zu verzeichnen haben.

Klimaschutz, Energiewende und die zunehmend in den Fokus rückende Mobilitätswende sind für Rüsselsheim als Standort mit langer Tradition in der Automobilindustrie eine Verpflichtung, und es besteht dringender Handlungsbedarf.

Die Stadt Rüsselsheim am Main hat deshalb einen Masterplan für „Nachhaltige Mobilität“ (Green-City Plan für Rüsselsheim am Main) erarbeitet, der eine Vielzahl von Maßnahmen zur deutlichen Reduzierung der Stickstoffdioxidwerte enthält.

Den vollständigen Green-City Plan für Rüsselsheim am Main erhalten Sie hier.

Um verkehrsbedingte Luftschadstoffe zu mindern, ist unter anderem eine Elektrifizierung des Straßenverkehrs notwendig. Voraussetzung dafür ist die Schaffung einer Infrastruktur, die eine konkurrenzfähige Alternative zum Verbrennungsmotor unterstützt.

Deshalb forciert die Stadt Rüsselsheim durch einen einzigartigen Schulterschluss aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft den Ausbau einer Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Dank dieser Partnerschaft will die Stadt künftig eine Vorreiterrolle bei der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge und für die Elektromobilität in Deutschland übernehmen.

Weitere Hintergrundinformationen zum Klimaschutz finden Sie hier.

Projektziele


Element 5

Bedarfsgerechter und wissenschaftlich begleiteter Aufbau einer zukunftsfähigen Ladeinfrastruktur.

Element 4

Förderung der Elektromobilität und Beschleunigung der Marktdurchdringung mit Elektrofahrzeugen

Element 1

Langfristige und dauerhafte Verbesserung der Luftqualität durch die Reduzierung von Luftschadstoffemissionen in Rüsselsheim am Main.

Element 6

Stärkung der Stadt als Wirtschaftsstandort und in ihrer Innovationskraft durch die Vorreiterrolle bei der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge.

Element 3

Erhöhung des lokalen Anteils an Erzeugungsleistung bei erneuerbaren Energien (zum Beispiel Solar- oder Windenergie), um einen tatsächlich emissionsfreien Verkehr zu gewährleisten.

Perspektiven für Rüsselsheim am Main


01

Rüsselsheim am Main schafft die Voraussetzungen für den Umstieg auf Elektrofahrzeuge und damit eine positive Signalwirkung für die Elektromobilität.

02

Rüsselsheim am Main leistet einen wichtigen Beitrag, um die weltweiten Klimaschutzziele zu erreichen.

03

Rüsselsheim am Main ist umweltfreundlich durch die Nutzung erneuerbarer Energien.

Finanzierung


Mit dem Sofortprogramm „Saubere Luft 2017-2020“ stellt die Bundesregierung den mit Luftschadstoffen belasteten Kommunen Fördermittel zur Verfügung, um kurzfristige und nachhaltige Verbesserungen der Luftqualität zu erreichen. Der Schwerpunkt der Förderung liegt auf einem schnellen Aufbau der Ladeinfrastruktur.

Aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags wird das Projekt „Electric City“ durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Die Stadt Rüsselsheim am Main erhält eine Fördersumme von mehr als 8 Millionen.

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Das Projekt wird betreut durch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR).

Die DLR berät Kommunen bei der Beantragung von Fördermitteln und überwacht auch die Umsetzung der Fördervorhaben.

Gruppe 57

Förderprogramme


Im Rahmen des Sofortprogramms „Saubere Luft 2017-2020 unterstützt der Bund die Beschaffung von Elektrofahrzeugen und die zum Betrieb benötigte Ladeinfrastruktur. Gefördert werden sowohl Kommunen, als auch Gewerbetreibende und Privatpersonen.

Insbesondere an Unternehmen und Kommunen richten sich zahlreiche Beratungsmöglichkeiten der Initiative „Strom bewegt“ der HA Hessen Agentur, die auch Fördermöglichkeiten nicht-öffentlicher Maßnahmen umfasst. Auch finden sich dort Informationen zu speziellen Landesförder- und Bundesförderprogrammen.

Für Bürgerinnen und Bürger gibt es aktuell die Umweltprämie für Elektroautos als Förderprogramm des Bundes.

Umweltbonus beim Kauf eines Elektrofahrzeugs

Um die Klimaziele 2030 zu schaffen, müssen in Deutschland sieben bis zehn Millionen Elektrofahrzeuge zugelassen sein. Deshalb ist vorgesehen, den vor drei Jahren eingeführten Umweltbonus bis 2025 zu verlängern und deutlich zu erhöhen. Dies wurde im Rahmen der Konzertierten Aktion Mobilität am 4. November 2019 beschlossen.

Der Umweltbonus soll für rein elektrische Fahrzeuge von 4.000 auf 6.000 Euro und für Plug-In-Hybride von 3.000 auf 4.500 Euro bei einem maximalen Nettolistenpreis von 40.000 Euro steigen. Über einem Nettolistenpreis von 40.000 bis maximal 65.000 Euro wird der Umweltbonus für rein elektrische Fahrzeuge 5.000 Euro und für Plug-In-Hybride 3.750 Euro betragen.

Der Umweltbonus wird weiterhin jeweils zur Hälfte von der Bundesregierung und von der Industrie finanziert. Eine ständig aktualisierte Übersicht von Fahrzeugen, die gefördert werden, findet sich in der Förderliste des BAFA.

Steuerliche Vorteile für Elektrofahrzeuge

Wer bis Ende 2020 ein reines Elektrofahrzeug anmeldet, wird für zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit. Innerhalb dieser Frist profitieren von diese Regelung sogar auch Gebrauchtwagenkäuferinnen und -käufer.

Als Mitarbeiter auch von geförderter Ladeinfrastrukturen profitieren

Eine bundesweit einheitliche Förderung von privaten Ladesäulen ist aktuell noch nicht möglich. Dennoch gibt es Wege auch für Privatpersonen, an der Förderung der Unternehmen teilzuhaben. So können Unternehmen ihren Mitarbeitenden zusätzlich zum Arbeitslohn das Aufladen von Elektrofahrzeugen steuerfrei ermöglichen. Die Regelung gilt nicht nur für Flottenfahrzeuge und Dienstwagen, sondern auch für Privatautos. Auch am Wohnort ist das möglich, da Unternehmen ihren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern Ladegeräte wie Wallboxen kostenlos oder vergünstigt zur Nutzung in der heimischen Garage überlassen können.